Zum Inhalt springen

p17 GruppeWerkzeuge für den Büroalltag

Büro

Sichere Passwörter erzeugen – lokal im Browser

Länge und Zeichengruppen wählen, fertig. Die Passwörter entstehen über den kryptographischen Zufallsgenerator Ihres Browsers und werden nirgendwohin übertragen.

Werkzeug: Passwörter

Zeichen
Zeichengruppen
    Entropie je Passwort
    –
    Zeichenvorrat
    –

    Erzeugt im Browser, nicht auf dem Server: Die Passwörter entstehen über die kryptographische Zufallsquelle Ihres Browsers (crypto.getRandomValues). Sie werden nicht übertragen, nicht protokolliert und nicht gespeichert – ein Neuladen der Seite verwirft sie. Für den Alltag empfehlen wir trotzdem einen Passwortmanager: Ein gutes Passwort nützt wenig, wenn es auf einem Zettel unter der Tastatur landet.

    Was ein gutes Passwort ausmacht

    Zwei Eigenschaften entscheiden: Länge und Zufälligkeit. Alles andere – Sonderzeichen an bestimmten Stellen, Großbuchstaben am Anfang, eine Ziffer am Ende – sind Muster, und Muster sind das, wonach Angriffsprogramme zuerst suchen.

    Die Rechnung dahinter ist einfach. Bei einem Zeichenvorrat von 70 Zeichen gibt es für jede Stelle 70 Möglichkeiten; die Zahl der Kombinationen wächst mit jeder weiteren Stelle um den Faktor 70. Deshalb bringt ein Zeichen mehr deutlich mehr Sicherheit als ein zusätzlicher Sonderzeichentyp.

    Länge Zeichengruppen Entropie Einschätzung
    8 alle vier rund 50 Bit zu wenig
    12 alle vier rund 75 Bit Mindeststandard
    16 alle vier rund 100 Bit gut
    20 alle vier rund 125 Bit sehr gut

    Als Faustregel: unter 60 Bit schwach, ab 80 Bit solide, ab 100 Bit stark.

    Die drei Fehler, die wirklich schaden

    Mehrfachverwendung. Wird ein Dienst gehackt, probieren Angreifer dieselbe Kombination aus E-Mail und Passwort automatisiert bei hunderten anderen Diensten. Ein einziges wiederverwendetes Passwort macht aus einem fremden Datenleck Ihr Problem.

    Merkbare Passwörter. Was man sich merken kann, ist selten zufällig. Namen, Geburtsdaten, Firmennamen mit angehängtem Jahr – all das steht in den Wörterbüchern der Angreifer.

    Passwörter per E-Mail. Zugangsdaten gehören nicht in unverschlüsselte Nachrichten und nicht in Chatverläufe. Besser: Der Zugang wird angelegt, die Person setzt das Passwort beim ersten Login selbst.

    Zwei-Faktor-Authentisierung schlägt jedes Passwort

    Selbst ein perfektes Passwort schützt nicht gegen Phishing – wer es freiwillig auf einer gefälschten Seite eingibt, hat es abgegeben. Ein zweiter Faktor (Authenticator-App, Hardware-Schlüssel) fängt genau diesen Fall ab. Für E-Mail-Konten, Cloud-Dienste und alle administrativen Zugänge sollte er selbstverständlich sein.

    Wenn Sie Passwortrichtlinien, Zugriffsrechte und Zwei-Faktor-Authentisierung für ein ganzes Team ordnen wollen, ist das ein Thema für die IT-Beratung – eine der Aufgaben der p17 GmbH.

    Verwandte Werkzeuge

    Häufige Fragen zu Passwörtern

    Wie sicher ist ein hier erzeugtes Passwort?

    Es wird über crypto.getRandomValues erzeugt – die kryptographisch sichere Zufallsquelle Ihres Browsers, nicht über den einfachen Zufallsgenerator. Bei 16 Zeichen aus allen vier Zeichengruppen ergibt das rund 100 Bit Entropie; das ist nach heutigem Stand nicht durch Ausprobieren zu knacken.

    Werden die Passwörter gespeichert oder übertragen?

    Nein. Sie entstehen in Ihrem Browser, stehen nur auf dieser Seite und sind nach einem Neuladen verschwunden. Es gibt keine Serveranfrage und keine Protokollierung.

    Wie lang sollte ein Passwort sein?

    Das BSI empfiehlt mindestens zwölf Zeichen aus mehreren Zeichenarten. Für wichtige Zugänge – E-Mail, Passwortmanager, Administratorkonten – sind 16 bis 20 Zeichen sinnvoll. Länge wirkt stärker als Komplexität: Ein langes Passwort mit wenigen Zeichenarten ist schwerer zu knacken als ein kurzes mit vielen.

    Muss ich Passwörter regelmäßig ändern?

    Nein – diese Empfehlung ist überholt. Das BSI rät seit einigen Jahren davon ab, weil erzwungene Wechsel zu vorhersehbaren Mustern führen (Sommer2024!, Sommer2025!). Ändern Sie ein Passwort, wenn es kompromittiert sein könnte – nicht nach Kalender.

    Wohin mit den Passwörtern?

    In einen Passwortmanager. Ein einzelnes, sehr starkes Master-Passwort plus Zwei-Faktor-Authentisierung schützt alle übrigen. Wer sich Passwörter merken will, macht sie zwangsläufig schwach – oder verwendet sie mehrfach, was der größere Fehler ist.

    Warum kann ich verwechselbare Zeichen ausschließen?

    Weil Passwörter manchmal vorgelesen oder abgetippt werden müssen – etwa bei Erstzugängen für Mitarbeitende. Ohne l, I, 1, O und 0 sinkt die Entropie leicht, dafür entfallen Rückfragen. Für Passwörter, die nur im Manager liegen, lassen Sie die Option besser aus.

    Weiterführend

    Weitere Werkzeuge aus „Büro“

    Anrufen: +49 2562 18749-00