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SPF-Eintrag erstellen und prüfen – wer darf in Ihrem Namen mailen?

Versender auswählen, eigene Server ergänzen, Richtlinie festlegen: Der Generator baut den TXT-Eintrag für Ihre Domain, zählt die DNS-Abfragen und erklärt jeden Bestandteil. Einen vorhandenen Eintrag prüft er auf genau die Fehler, an denen Zustellungen in der Praxis scheitern.

Werkzeug: SPF-Eintrag

Was möchten Sie tun?
Wer versendet E-Mails mit Ihrer Domain?

Postfächer & Hosting

Newsletter, CRM & Helpdesk

Eigene Server

Eine Angabe je Zeile, Bereiche in CIDR-Schreibweise
Eine Angabe je Zeile
Domain aus der Anleitung des Dienstes, eine je Zeile – etwa der kontospezifische Wert von HubSpot
Was passiert mit Mails von allen anderen Servern?
Erweitert: Regeln einer anderen Domain übernehmen (redirect)
STRATO dokumentiert für seine Postfächer ausschließlich diese Form.
DNS-Abfragen (direkt)
–
Alle anderen Server
–
Länge
–

So tragen Sie ihn ein

DNS-Eintrag für SPF
TypName / HostWertTTL
TXT@3600

„@“ steht für die Domain selbst. Gibt es schon einen Eintrag, der mit v=spf1 beginnt, ersetzen Sie ihn – eine Domain darf nur einen SPF-Eintrag haben.

So ist der Eintrag aufgebaut

Bestandteile des SPF-Eintrags
BestandteilWirkungDNS-Abfrage

Der Eintrag wird nur in Ihrem Browser erzeugt und geprüft – ohne DNS-Abfrage. Was hinter einem include steckt und ob Ihr Eintrag tatsächlich veröffentlicht ist, prüft erst der empfangende Mailserver. Die Anbieterwerte stammen aus deren Dokumentation, Stand September 2026.

Was SPF macht

Jede E-Mail hat zwei Absenderangaben: die sichtbare im Mailprogramm und die technische im „Umschlag“, die beim Einliefern übermittelt wird (Return-Path oder MAIL FROM). Kommt eine Mail an, fragt der empfangende Server im DNS der Umschlagdomain nach deren SPF-Eintrag und prüft, ob die IP-Adresse des einliefernden Servers darin erlaubt ist.

Das Ergebnis ist eines von sieben:

Ergebnis Bedeutung Typische Folge
pass Server ist erlaubt Positiv für die Zustellung
fail Server ist ausdrücklich nicht erlaubt (-all) Ablehnung oder Spam
softfail Server ist wahrscheinlich nicht erlaubt (~all) Zustellung, aber als verdächtig markiert
neutral Domain macht keine Aussage (?all) Wie ohne SPF
none Kein SPF-Eintrag vorhanden Wie ohne SPF
permerror Eintrag fehlerhaft, etwa zu viele DNS-Abfragen Wird oft wie fail behandelt
temperror DNS vorübergehend nicht erreichbar Erneuter Versuch später

So ist ein SPF-Eintrag aufgebaut

v=spf1 ip4:203.0.113.10 include:spf.protection.outlook.com ~all

Der Eintrag wird von links nach rechts gelesen, der erste Treffer entscheidet. Hier also: Kommt die Mail von 203.0.113.10, ist sie erlaubt. Kommt sie von einem Server, den Microsoft 365 freigibt, ebenfalls. Für alle übrigen gilt SoftFail.

Bestandteil Bedeutung DNS-Abfrage
v=spf1 Kennung, steht immer am Anfang –
ip4: / ip6: Einzelne Adresse oder Bereich, etwa ip4:198.51.100.0/24 nein
a Der Server hinter der IP-Adresse der Domain ja
mx Die Server aus dem MX-Eintrag, also die Empfangsserver ja
include: Übernimmt die erlaubten Server einer anderen Domain ja, plus deren eigene
exists: Trifft zu, wenn für eine Domain eine Adresse existiert – für Sonderfälle ja
ptr Rückwärtsauflösung – veraltet, soll nicht mehr verwendet werden ja
all Alle übrigen Server, steht immer am Ende nein
redirect= Übernimmt die gesamte Richtlinie einer anderen Domain, ersetzt all ja

Vor jedem Mechanismus kann ein Qualifier stehen: + erlauben (Standard, wird meist weggelassen), - ablehnen, ~ als verdächtig markieren, ? keine Aussage. Deshalb bedeuten mx und +mx dasselbe.

Die Grenze von zehn DNS-Abfragen

An dieser Regel scheitern in der Praxis die meisten SPF-Einträge. Laut RFC 7208 darf die Prüfung eines Eintrags insgesamt nicht mehr als zehn Begriffe auswerten, die DNS-Abfragen auslösen – include, a, mx, ptr, exists und redirect. Entscheidend ist die Summe über alle Ebenen: Ein include zählt selbst und bringt alle Abfragen mit, die im eingebundenen Eintrag stehen.

Wer Microsoft 365, einen Newsletter-Dienst, ein CRM, ein Ticketsystem und den Webhoster einträgt, ist schnell darüber. Die Folge ist PermError – und die Mails aller Dienste gelten als nicht authentifiziert. Zusätzlich dürfen höchstens zwei Abfragen ins Leere laufen, etwa weil ein eingebundener Dienst seinen Eintrag gelöscht hat.

So bleibt der Eintrag unter der Grenze:

  • Unnötige Einträge streichen. mx und a braucht nur, wer tatsächlich über diese Server versendet. Viele Newsletter-Dienste benötigen keinen include mehr.
  • Eigene Server als Adresse angeben. ip4: und ip6: kosten keine Abfrage.
  • Massenversand auf eine Subdomain legen. Newsletter über news.beispiel.de bekommen einen eigenen SPF-Eintrag und belasten den der Hauptdomain nicht.
  • Anbieter-includes nicht von Hand durch Adressen ersetzen. Cloud-Anbieter ändern ihre Adressbereiche; Microsoft rät ausdrücklich davon ab.

Der Generator zählt die direkten Abfragen. Was hinter einem include steckt, lässt sich ohne DNS nicht ermitteln – bei acht oder mehr direkten Abfragen warnt er deshalb.

Die Einträge der gängigen Anbieter

Stand September 2026 laut Dokumentation der Anbieter. Werte ändern sich gelegentlich – maßgeblich ist immer die aktuelle Anleitung.

Anbieter SPF-Mechanismus Hinweis
Microsoft 365 include:spf.protection.outlook.com Microsoft empfiehlt -all
Google Workspace include:_spf.google.com
IONOS include:_spf-eu.ionos.com Bei DNS im IONOS-Konto standardmäßig aktiv
STRATO redirect=_spf.strato.com Dokumentiert ist nur redirect, kein include
ALL-INKL.COM include:spf.kasserver.com
Mittwald include:agenturserver.de Mittwald rät von a und mx ab
Host Europe include:spf.server-he.de Seit Januar 2024 automatisch gesetzt
Telekom Homepagecenter include:_spf.hier-im-netz.de Wird bei Registrierung gesetzt
Zoho Mail include:zoho.com
Proton Mail include:_spf.protonmail.ch
mailbox.org include:mailbox.org
CleverReach include:spf.crsend.com
Mailjet include:spf.mailjet.com
Brevo include:spf.brevo.com Nur bei dedizierter IP nötig
SendGrid include:sendgrid.net Nur ohne „Automated Security“, auf der Sende-Subdomain
Mailgun include:mailgun.org Auf der Sendedomain, meist mg.-Subdomain
Amazon SES include:amazonses.com Auf der MAIL-FROM-Subdomain
Postmark include:spf.mtasv.net Laut Postmark nicht mehr nötig
Salesforce include:_spf.salesforce.com
HubSpot include:<Konto-ID>.spf0….hubspotemail.net Kontospezifisch, Wert im HubSpot-Konto
Zendesk include:mail.zendesk.com Empfohlen, nicht zwingend
Freshdesk include:email.freshdesk.com Nicht nötig, wenn DKIM eingerichtet ist

Mailchimp und rapidmail dokumentieren keinen SPF-include, sondern CNAME-Einträge für die Authentifizierung.

Schritt für Schritt zum richtigen Eintrag

  1. Alle Versender sammeln. Nicht nur die Postfächer: Newsletter-Dienst, CRM, Ticketsystem, Onlineshop, Kontaktformular der Website, Rechnungsversand aus der Buchhaltung, Terminbuchung und das Multifunktionsgerät, das Scans per Mail verschickt.
  2. Für jeden Dienst die Anleitung prüfen. Braucht er einen include, eine IP-Adresse – oder gar nichts?
  3. Eintrag erzeugen und mit ~all beginnen. Erst wenn sicher alle Versender erfasst sind, auf -all wechseln.
  4. Vorhandenen Eintrag ersetzen, nicht einen zweiten anlegen.
  5. Testen. Eine Mail an ein Gmail-Konto senden, dort „Original anzeigen“ wählen: Hinter SPF sollte PASS stehen. DMARC-Berichte zeigen über Wochen, ob irgendwo noch Mails scheitern.

SPF, DKIM und DMARC gehören zusammen

SPF allein hat zwei Schwächen: Es prüft nur die Umschlagadresse, nicht den sichtbaren Absender, und es scheitert bei Weiterleitungen. DKIM ergänzt eine kryptografische Signatur, die Weiterleitungen übersteht. DMARC verbindet beides mit der sichtbaren Absenderdomain, legt fest, was mit nicht authentifizierten Mails geschieht, und liefert Berichte darüber, wer in Ihrem Namen sendet.

Für große Postfachanbieter ist das längst Pflicht: Google und Yahoo verlangen seit Februar 2024 von Absendern mit rund 5.000 Mails pro Tag an ihre Nutzer SPF, DKIM und einen DMARC-Eintrag. Microsoft setzt dieselben Anforderungen seit dem 5. Mai 2025 für Outlook.com, Hotmail und Live durch und lehnt nicht konforme Mails ab. Auch wer weit darunter liegt, profitiert: Sauber authentifizierte Mails landen seltener im Spam.

Häufige Fehler

  • Zwei SPF-Einträge für dieselbe Domain – etwa ein alter vom Hoster und ein neuer für Microsoft 365. Ergebnis: PermError.
  • +all oder ein vergessenes Minus. Damit darf jeder Server der Welt in Ihrem Namen senden.
  • Zu viele includes. Jeder Dienst „nur schnell dazu“ – bis die Grenze von zehn Abfragen überschritten ist.
  • Vergessene Versender. Das Kontaktformular der Website oder das Rechnungsprogramm fällt oft erst auf, wenn Kunden sich melden.
  • all in der Mitte. Alles danach wird ignoriert.
  • Veralteter Eintragstyp. SPF wird ausschließlich als TXT veröffentlicht; der frühere DNS-Typ „SPF“ wird nicht mehr verwendet.
  • Tippfehler in der Schreibweise. include: spf.protection.outlook.com mit Leerzeichen ist ungültig.

Wenn E-Mail geschäftskritisch ist

Ein SPF-Eintrag ist in fünf Minuten gesetzt – das saubere Zusammenspiel mit DKIM, DMARC, Microsoft 365 und allen Diensten, die in Ihrem Namen senden, braucht mehr Sorgfalt. Die nice-IT GmbH richtet Microsoft 365, Exchange Online und die E-Mail-Authentifizierung ein und betreut sie im Betrieb. Wer Mailings direkt aus dem Kundenmanagement verschickt, findet bei p17-crm.de Unterstützung für den Versand aus cobra CRM; Anbindungen von Kontaktformularen und eigenen Anwendungen setzt die p17 GmbH um.

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Häufige Fragen zu SPF

Was ist ein SPF-Eintrag?

Ein TXT-Eintrag im DNS Ihrer Domain, der festlegt, welche Server E-Mails mit dieser Domain versenden dürfen. Empfangende Mailserver vergleichen die IP-Adresse des einliefernden Servers mit dieser Liste. Passt sie nicht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Mail im Spam landet oder abgelehnt wird. SPF steht für Sender Policy Framework und ist in RFC 7208 beschrieben.

Wo trage ich den SPF-Eintrag ein?

In der DNS-Verwaltung dort, wo Ihre Domain verwaltet wird – beim Domain- oder Hostinganbieter. Legen Sie einen Eintrag vom Typ TXT an, als Name „@“ für die Domain selbst, als Wert den erzeugten Text. Änderungen sind je nach TTL nach Minuten bis wenigen Stunden überall sichtbar.

Darf eine Domain mehrere SPF-Einträge haben?

Nein. Findet ein Empfänger zwei TXT-Einträge, die mit v=spf1 beginnen, lautet das Ergebnis PermError – und SPF gilt als fehlgeschlagen. Kommt ein neuer Dienst hinzu, wird er in den vorhandenen Eintrag aufgenommen. Der Prüfmodus des Generators übernimmt einen bestehenden Eintrag dafür mit einem Klick.

Soll ich ~all oder -all verwenden?

~all (SoftFail) markiert Mails von nicht genannten Servern als verdächtig, -all (Fail) fordert die Ablehnung. Beginnen Sie mit ~all, solange nicht sicher ist, dass alle Versender erfasst sind. Wenn nach einigen Wochen keine legitimen Mails mehr scheitern – am besten belegt durch DMARC-Berichte –, können Sie auf -all wechseln. Microsoft empfiehlt für Microsoft 365 ausdrücklich -all.

Was bedeutet „too many DNS lookups“?

Ein SPF-Eintrag darf bei der Prüfung insgesamt höchstens zehn DNS-Abfragen auslösen. Jedes include, a, mx, exists, ptr und redirect zählt – auch die, die in eingebundenen Einträgen der Anbieter stecken. Wird die Grenze überschritten, bricht der Empfänger mit PermError ab. Abhilfe: unnötige includes streichen, eigene Server als ip4 angeben und Massenversand auf eine Subdomain legen.

Schützt SPF allein vor gefälschten Absendern?

Nein. SPF prüft die Absenderadresse im Umschlag der Mail (Return-Path), nicht die im Postfach angezeigte Absenderadresse. Erst DMARC verbindet beides und legt fest, was mit Mails passiert, die weder SPF noch DKIM bestehen. Wirksamen Schutz bietet deshalb nur das Zusammenspiel von SPF, DKIM und DMARC.

Braucht eine Domain ohne E-Mail-Versand einen SPF-Eintrag?

Ja, gerade dann. v=spf1 -all erklärt, dass kein Server im Namen dieser Domain senden darf. Das erschwert Betrügern, Zweit- oder Tippfehlerdomains für Phishing zu missbrauchen. Ergänzend sollte ein DMARC-Eintrag mit p=reject gesetzt werden.

Warum scheitert SPF bei weitergeleiteten Mails?

Weil der weiterleitende Server die Mail mit seiner eigenen IP-Adresse einliefert, die in Ihrem SPF-Eintrag nicht vorkommt. Manche Weiterleiter schreiben deshalb die Umschlagadresse um (SRS). Eine DKIM-Signatur übersteht die Weiterleitung dagegen meist – ein weiterer Grund, SPF nie allein einzusetzen.

Weiterführend

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