Drei Rechenrichtungen, eine Formel
Rabatt, Ursprungspreis und Endpreis hängen über eine einzige Gleichung zusammen:
Endpreis = Ursprungspreis × (1 − Rabattsatz ÷ 100)
Sind zwei der drei Größen bekannt, ergibt sich die dritte. Genau das macht der Rechner – je nachdem, was Sie oben auswählen.
Der häufigste Fehler: rückwärts falsch gerechnet
Ein Angebot kostet 850 € nach 15 % Rabatt. Wie hoch war der Listenpreis? Die intuitive Antwort – 850 € plus 15 % – ergibt 977,50 € und ist falsch. Richtig ist die Division: 850 ÷ 0,85 = 1.000 €. Der Grund ist derselbe wie beim Herausrechnen der Umsatzsteuer: Der Prozentsatz bezieht sich auf den größeren Ausgangswert, nicht auf das Ergebnis.
Rabatte hintereinander: was wirklich zusammenkommt
| Stufen | Rechnung | Gesamtrabatt |
|---|---|---|
| 10 % + 10 % | × 0,9 × 0,9 | 19 % |
| 20 % + 10 % | × 0,8 × 0,9 | 28 % |
| 30 % + 20 % | × 0,7 × 0,8 | 44 % |
| 50 % + 50 % | × 0,5 × 0,5 | 75 % |
Wer Staffelrabatte verhandelt, sollte diese Zahlen kennen: Zwei Nachlässe von je 25 % sind keine 50 %, sondern 43,75 %.
Netto oder brutto?
Für den Prozentsatz spielt es keine Rolle – 15 % Rabatt sind 15 % Rabatt, unabhängig davon, ob Sie mit Netto- oder Bruttopreisen rechnen. Wichtig ist nur, dass Sie beide Werte in derselben Preisart eingeben. Die Umrechnung übernimmt der Mehrwertsteuerrechner.
Für die Preiskalkulation aus Sicht des Verkäufers ist der Marge- und Aufschlagsrechner das passende Werkzeug: Er zeigt, welchen Rohertrag ein Rabatt kostet – und ab wann eine Aktion die Marge auffrisst.