Warum diese Verwechslung teuer wird
„Wir kalkulieren mit 30 Prozent“ – dieser Satz bedeutet je nach Abteilung zwei verschiedene Preise. Ein Einkauf von 100 € ergibt:
- mit 30 % Aufschlag: 130,00 € Verkaufspreis, Rohertrag 30,00 €, Marge 23,1 %
- mit 30 % Marge: 142,86 € Verkaufspreis, Rohertrag 42,86 €, Aufschlag 42,9 %
Fast 13 € Unterschied pro Stück, allein durch die Bezugsgröße. Bei einer Serie von tausend Stück ist das eine fünfstellige Abweichung im Deckungsbeitrag.
Die Formeln
| Gesucht | Formel |
|---|---|
| Verkaufspreis aus Aufschlag | VK = EK × (1 + Aufschlag ÷ 100) |
| Verkaufspreis aus Marge | VK = EK ÷ (1 − Marge ÷ 100) |
| Aufschlag | (VK − EK) ÷ EK × 100 |
| Marge / Handelsspanne | (VK − EK) ÷ VK × 100 |
| Rohertrag | VK − EK |
Umrechnungstabelle
| Aufschlag | entspricht Marge |
|---|---|
| 10 % | 9,1 % |
| 25 % | 20,0 % |
| 40 % | 28,6 % |
| 50 % | 33,3 % |
| 66,7 % | 40,0 % |
| 100 % | 50,0 % |
| 150 % | 60,0 % |
Die Zeile, die man sich merken sollte: 100 % Aufschlag sind 50 % Marge. Wer verdoppelt, verdient die Hälfte des Verkaufspreises.
Vom Rohertrag zum Gewinn
Marge und Aufschlag sagen nichts über den Gewinn – sie decken zunächst nur die Handelsspanne ab. Davon gehen Miete, Personal, Lager, Retouren und Zahlungsausfälle ab. Wer wissen will, was ein Rabatt wirklich kostet, rechnet ihn deshalb nicht gegen den Preis, sondern gegen den Rohertrag: 10 % Nachlass auf einen Artikel mit 30 % Marge kosten ein Drittel des Rohertrags.
Wie sich Nachlässe im Preis auswirken, zeigt der Rabattrechner. Wenn Sie wissen möchten, in welchen Regionen sich welche Artikel überhaupt verkaufen lassen, beginnt der Bereich, in dem die p17 GmbH mit Marktdaten und Geomarketing arbeitet – dort geht es um Potenziale statt um Prozentsätze.