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Rechner

Marge und Aufschlag: der Unterschied, der Geld kostet

Geben Sie den Einkaufspreis ein und eine der drei Größen – Aufschlag, Marge oder Verkaufspreis. Der Rechner zeigt alle übrigen Werte samt Rohertrag.

Werkzeug: Marge & Aufschlag

€
Bekannt ist …
%
Verkaufspreis netto
–
Rohertrag je Stück
–
Aufschlag (vom Einkauf)
–
Marge (vom Verkauf)
–

Der häufigste Kalkulationsfehler: Aufschlag und Marge werden verwechselt. 40 % Aufschlag auf 100 € ergeben 140 € Verkaufspreis – das sind aber nur 28,6 % Marge. Wer „40 % Marge“ braucht, muss 66,7 % aufschlagen.

Warum diese Verwechslung teuer wird

„Wir kalkulieren mit 30 Prozent“ – dieser Satz bedeutet je nach Abteilung zwei verschiedene Preise. Ein Einkauf von 100 € ergibt:

  • mit 30 % Aufschlag: 130,00 € Verkaufspreis, Rohertrag 30,00 €, Marge 23,1 %
  • mit 30 % Marge: 142,86 € Verkaufspreis, Rohertrag 42,86 €, Aufschlag 42,9 %

Fast 13 € Unterschied pro Stück, allein durch die Bezugsgröße. Bei einer Serie von tausend Stück ist das eine fünfstellige Abweichung im Deckungsbeitrag.

Die Formeln

Gesucht Formel
Verkaufspreis aus Aufschlag VK = EK × (1 + Aufschlag ÷ 100)
Verkaufspreis aus Marge VK = EK ÷ (1 − Marge ÷ 100)
Aufschlag (VK − EK) ÷ EK × 100
Marge / Handelsspanne (VK − EK) ÷ VK × 100
Rohertrag VK − EK

Umrechnungstabelle

Aufschlag entspricht Marge
10 % 9,1 %
25 % 20,0 %
40 % 28,6 %
50 % 33,3 %
66,7 % 40,0 %
100 % 50,0 %
150 % 60,0 %

Die Zeile, die man sich merken sollte: 100 % Aufschlag sind 50 % Marge. Wer verdoppelt, verdient die Hälfte des Verkaufspreises.

Vom Rohertrag zum Gewinn

Marge und Aufschlag sagen nichts über den Gewinn – sie decken zunächst nur die Handelsspanne ab. Davon gehen Miete, Personal, Lager, Retouren und Zahlungsausfälle ab. Wer wissen will, was ein Rabatt wirklich kostet, rechnet ihn deshalb nicht gegen den Preis, sondern gegen den Rohertrag: 10 % Nachlass auf einen Artikel mit 30 % Marge kosten ein Drittel des Rohertrags.

Wie sich Nachlässe im Preis auswirken, zeigt der Rabattrechner. Wenn Sie wissen möchten, in welchen Regionen sich welche Artikel überhaupt verkaufen lassen, beginnt der Bereich, in dem die p17 GmbH mit Marktdaten und Geomarketing arbeitet – dort geht es um Potenziale statt um Prozentsätze.

Häufige Fragen zu Marge und Aufschlag

Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?

Beide beschreiben denselben Rohertrag, beziehen ihn aber auf unterschiedliche Werte. Der Aufschlag rechnet vom Einkaufspreis aus, die Marge vom Verkaufspreis. 100 € Einkauf und 140 € Verkauf bedeuten 40 % Aufschlag, aber nur 28,6 % Marge.

Wie berechne ich die Marge?

Marge in % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100. Sie wird auch Handelsspanne genannt und ist die Kennzahl, mit der im Handel üblicherweise gesteuert wird.

Wie viel muss ich aufschlagen, um 40 % Marge zu erreichen?

66,7 %. Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − 0,40) = Einkaufspreis × 1,667. Aus 100 € Einkauf werden 166,67 € Verkauf, der Rohertrag beträgt 66,67 € – das sind 40 % vom Verkaufspreis.

Rechnet man Marge netto oder brutto?

Netto. Die Umsatzsteuer ist für den Handel ein durchlaufender Posten und gehört nicht in die Kalkulation. Ein Bruttopreis wird vorher mit dem Mehrwertsteuerrechner in einen Nettopreis umgerechnet.

Was gehört alles in den Einkaufspreis?

Für eine belastbare Kalkulation der Bezugspreis: Listeneinkaufspreis abzüglich Rabatt und Skonto, zuzüglich Fracht, Verpackung, Zoll und Versicherung. Wer nur mit dem Listenpreis rechnet, überschätzt seinen Rohertrag – oft genau um die Spanne, die am Ende fehlt.

Weiterführend

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