Wo Zeichenzahlen im Büro auftauchen
- Angebote und Rechnungen für Textarbeit: Übersetzung, Lektorat und Transkription werden pro Normzeile, Standardseite oder Wort abgerechnet.
- Formularfelder mit Längenbegrenzung: Verwendungszweck einer Überweisung, Bemerkungsfelder in ERP-Systemen, Freitextfelder in Ausschreibungsportalen.
- Suchmaschinen-Snippets: Titel und Beschreibung einer Webseite werden ab einer bestimmten Länge abgeschnitten.
- Anzeigentexte und Social Media: Stellenanzeigen, Google-Ads-Texte und Beiträge haben harte Zeichengrenzen.
- Vorträge und Videos: Aus der Wortzahl lässt sich die Sprechdauer abschätzen.
Abrechnungseinheiten im Überblick
| Einheit | Umfang | Üblich bei |
|---|---|---|
| Normzeile | 55 Zeichen inkl. Leerzeichen | Übersetzung, Lektorat |
| Standardseite | 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen | Lektorat, Korrektorat |
| Manuskriptseite | 30 Zeilen à 60 Anschläge (1.800) | Verlagswesen |
| Wortpreis | pro Wort im Ausgangstext | internationale Übersetzungen |
Der Wortpreis hat sich international durchgesetzt, weil er sprachunabhängiger ist: Deutsche Texte haben durch Komposita weniger, aber längere Wörter als englische. Bei Zeichenabrechnung wird dieselbe Übersetzung deshalb je nach Sprachrichtung unterschiedlich teuer.
Zeichenlängen für Suchmaschinen
Der Zähler markiert die beiden Grenzen, die in der Suchmaschinenoptimierung zählen:
- Meta-Titel: bis etwa 60 Zeichen. Was darüber liegt, ersetzt Google durch drei Punkte – oder durch eine selbst gewählte Überschrift aus der Seite.
- Meta-Description: 120 bis 160 Zeichen. Kürzere Beschreibungen verschenken Platz, längere werden abgeschnitten.
Beides sind Richtwerte. Entscheidend ist am Ende die Pixelbreite, und die hängt von den verwendeten Buchstaben ab: Ein Titel aus lauter „i“ und „l“ passt länger als einer mit vielen „M“ und „W“.
Verwandte Werkzeuge
- Texte mit Zahlen füllen: Prozentrechner
- Aufwand in Stunden statt Zeichen: Arbeitszeitrechner
- Zugangsdaten für Redaktionssysteme: Passwort-Generator