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Netzwerk

Datenmengen umrechnen und Übertragungsdauer schätzen

Wie viele Gibibyte sind 4,7 Gigabyte? Und wie lange dauert der Upload bei 50 Mbit/s? Das Werkzeug rechnet beide Einheitensysteme um und schätzt die Dauer.

Werkzeug: Datenmengen

Übertragungsdauer
–
in Bit
–

Dezimal (Faktor 1.000)

Byte
–
Kilobyte
–
Megabyte
–
Gigabyte
–
Terabyte
–

Binär (Faktor 1.024)

Kibibyte
–
Mebibyte
–
Gibibyte
–
Tebibyte
–

Warum eine 1-TB-Festplatte nur 931 GB anzeigt: Hersteller rechnen dezimal (1 TB = 1.000.000.000.000 Byte), Windows zeigt binär gerechnete Werte an, beschriftet sie aber mit „GB" statt korrekt mit „GiB". Die Platte ist vollständig da – nur die Maßeinheit ist eine andere.

Zwei Systeme, ähnliche Namen

Der Kern aller Verwirrung: Es gibt zwei Zählweisen für dieselben Größen.

Dezimal (Faktor 1.000) Binär (Faktor 1.024) Unterschied
1 kB = 1.000 Byte 1 KiB = 1.024 Byte 2,4 %
1 MB = 1.000.000 Byte 1 MiB = 1.048.576 Byte 4,9 %
1 GB = 1.000.000.000 Byte 1 GiB = 1.073.741.824 Byte 7,4 %
1 TB = 1.000.000.000.000 Byte 1 TiB = 1.099.511.627.776 Byte 10,0 %

Die Abweichung wächst mit jeder Stufe – deshalb fällt sie bei Festplatten so deutlich auf und bei Textdateien gar nicht.

Wer was verwendet:

  • Dezimal rechnen Festplatten- und SSD-Hersteller, Netzwerktechnik, macOS und die meisten Linux-Distributionen.
  • Binär rechnen Windows, Arbeitsspeicherangaben und viele Programme – Windows beschriftet die Werte allerdings mit den dezimalen Kürzeln.

Bit oder Byte – der zweite Stolperstein

Übertragungsraten werden in Bit pro Sekunde angegeben, Dateigrößen in Byte. Zwischen beiden liegt der Faktor 8.

Anschluss Rate Entspricht etwa
DSL 16.000 16 Mbit/s 2,0 MB/s
VDSL 50 50 Mbit/s 6,25 MB/s
VDSL 100 100 Mbit/s 12,5 MB/s
Kabel 250 250 Mbit/s 31,3 MB/s
Glasfaser 1.000 1 Gbit/s 125 MB/s
Gigabit-LAN 1 Gbit/s 125 MB/s
WLAN Wi-Fi 6 (brutto) 1,2 Gbit/s 150 MB/s

Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit liegt darunter: Protokoll-Overhead, Latenz, Gegenstelle und WLAN-Reichweite kosten realistisch 10 bis 20 Prozent, bei WLAN häufig mehr.

Ein paar Übertragungsdauern zum Einordnen

Datenmenge bei 50 Mbit/s bei 250 Mbit/s bei 1 Gbit/s
100 MB 16 s 3 s unter 1 s
1 GB 2,7 min 32 s 8 s
4,7 GB (DVD) 12,5 min 2,5 min 38 s
25 GB (Blu-ray) 67 min 13 min 3,3 min
500 GB (Backup) 22 h 4,4 h 67 min

Die letzte Zeile ist der Grund, warum ein erstes Cloud-Backup gern über Nacht läuft – und warum bei großen Datenbeständen die Upload-Rate über die Machbarkeit entscheidet.

Wenn es um mehr als die Rechnung geht

Anschlussplanung, Backup-Strategie, Microsoft 365 und Azure sind das Feld der nice-IT GmbH. Für Auswertungen, in denen große Datenmengen tatsächlich verarbeitet werden – Adress- und Marktdaten etwa –, ist p17-data.de die passende Adresse.

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Häufige Fragen zu Datenmengen

Warum zeigt eine 1-TB-Festplatte nur 931 GB an?

Weil zwei Systeme aufeinandertreffen. Der Hersteller rechnet dezimal: 1 TB = 1.000.000.000.000 Byte. Windows rechnet binär in Schritten von 1.024, beschriftet das Ergebnis aber fälschlich mit „GB" statt mit „GiB". 1.000.000.000.000 Byte sind exakt 931,32 GiB – die Platte ist vollständig da.

Was ist der Unterschied zwischen MB und MiB?

1 MB (Megabyte) sind 1.000.000 Byte, 1 MiB (Mebibyte) sind 1.048.576 Byte – also 4,9 Prozent mehr. Die Binärpräfixe Ki, Mi, Gi wurden 1998 eingeführt, um genau diese Verwechslung zu beenden. Durchgesetzt haben sie sich nur teilweise.

Warum lädt meine 50-Mbit-Leitung nur mit 6 MB/s?

Weil Bandbreiten in Bit angegeben werden, Dateigrößen aber in Byte – und ein Byte hat acht Bit. 50 Mbit/s sind rechnerisch 6,25 MB/s, abzüglich Protokoll-Overhead bleiben etwa 6 MB/s. Der Anbieter hat also nicht zu viel versprochen.

Wie lange dauert eine Übertragung?

Dauer in Sekunden = Datenmenge in Bit ÷ Rate in Bit pro Sekunde. Für 4,7 GB bei 50 Mbit/s: 4,7 × 8.000 = 37.600 Megabit ÷ 50 = 752 Sekunden, also gut 12 Minuten. Rechnen Sie in der Praxis 10 bis 20 Prozent Aufschlag ein.

Warum ist der Upload meist langsamer als der Download?

Weil die meisten Anschlüsse asymmetrisch ausgelegt sind – bei VDSL oft im Verhältnis 10:1. Wer regelmäßig große Dateien versendet, Backups in die Cloud schiebt oder Videokonferenzen hostet, sollte gezielt auf die Upload-Rate achten, nicht auf die beworbene Downloadgeschwindigkeit.

Welche Datenmengen sind typisch?

Ein Foto vom Smartphone 3 bis 8 MB, ein PDF mit Text 100 bis 500 kB, eine Stunde Videokonferenz in HD rund 1 bis 2 GB, ein Film in HD 4 bis 8 GB, eine DVD 4,7 GB, eine Blu-ray 25 GB.

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